Sueddeutsche Zeitung 23/11 2016

" Dass die 1797 uraufgeführte französische Oper zu den Raritäten im Repertoire gehört, liegt auch an der immens schweren Titelpartie. Denn die Geschichte steht und fällt mit der Hauptdarstellerin. Maria Callas, die Primadonna assoluta, hatte einst Erfolge als Medea gefeiert, 1953 gab es für sie an der Mailänder Scala nach der Auftrittsarie angeblich zehnminütige Ovationen.
In Starnberg wird Marieke Wikesjo die Partie singen, die souveräne Technik, viel Gefühl und darstellerische Kunst erfordert. Die schwedische Sopranistin hatte schon 2015 bei den Aufführungen von Ruggero Leoncavallos Verismo-Tragödie "Bajazzo" an der Seite des umwerfenden Tenors Jason Papowitz ihr Gespür für Dramatik und Differenzierung bewiesen. Wie Scyzgiol mitteilt, wird Wikesjo im Winter 2016/2017 bei den Tiroler Festspielen in Erl die Violetta in Verdis "La Traviata" singen. Sie sei gleichsam in Starnberg entdeckt worden."

 

See: http://www.sueddeutsche.de/muenchen/starnberg/starnberg-eine-pause-und-vier-tote-1.3263580

Interview Orpheus Maj/Juni 2016